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Philosophy

Entwicklung braucht Raum. Raum, um aus dem Alltag auszutreten, um Dinge von außen zu betrachten und um neue Wege auszuprobieren.

Zielgerichtete Entwicklung
Man muss etwas tun, um etwas zu verändern.

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Ein wesentlicher Aspekt meiner Outdoor- und Reiseprojekte ist der Anspruch an ein Ergebnis, das über die reine Erfahrungsebene hinaus reicht – hauptsächlich über das sogenannte „handlungsorientierte Lernen“.

Individuell ausgearbeitete Settings mit konkret ausformulierten Zielvorgaben bieten die Möglichkeit, Ist-Zustände zu analysieren, Altbewährtes zu verbessern oder Neues zu entwickeln und auszutesten.

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Im Zuge eines Projekts wird daher ein organisatorischer Rahmen bereitgestellt, innerhalb dessen neue Erfahrungen gemacht sowie Ideen und Handlungsmuster erprobt und geübt werden können.

Arbeitsfelder

Entwicklung kann auf verschiedenen Ebenen stattfinden. Im Allgemeinen wird zwischen Selbsterfahrung, Persönlichkeitsentwicklung, Teambuilding, Führungskräfte- entwicklung und Organisationsentwicklung unterschieden. Diese Unterscheidung bezieht sich darauf, welche Ziele im Vordergrund stehen.

Natürlich setzen sich Gruppen/Organisationen/Teams immer aus Einzelpersonen zusammen. Voraussetzung für  ein gelungenes Programm sind daher auch immer die Entwicklungsmöglichkeiten der einzelnen Individuen. In weiterer Folge erstreckt sich die Wirksamkeit eines Arbeitsprozesses aber auch massiv auf die Gruppe, in der er stattfindet. Durch bewußte Steuerung  (Wahl der Teilnehmer, die Zielvorgaben, die Seminarstruktur, Art und Weise der Fokussierung,  …) kann dann ein Lernziel sowohl für eine Person als auch für eine Gruppe, ein Team oder sogar eine ganze Organisation angestrebt werden.

Entwicklung über Bewegung

Eines meiner großen Interessen gilt dem menschlichen Körper. Ihn zu nutzen bedeutet, manchmal auch ein Risiko einzugehen. Einerseits enden Fehler auf einer körperlichen Ebene oft mit Verletzungen, andererseits gewinnen wir mit jedem gemeisterten Balanceakt an Reaktionsfähigkeit und Gleichgewichtssinn.

Jeder Sturz, der ohne Verletzung bleibt, schult unsere Fähigkeit zu fallen. Wie also können wir mit dieser Verletzlichkeit umgehen? Oft startet an diesem Punkt die Diskussion um das große Thema Sicherheit. Mir ist es wichtig, dieses Thema von einem anderen Blickwinkel zu betrachten und es so zu erweitern.

CULTURE REQUIRES WHAT NATUR DEMANDS oder warum ich gerne Natur und Kultur zusammen denke: Die Unterscheidung zwischen Körper und Geist hat eine lange Geschichte. In religiösen und spirituellen Bereichen wird oft eine Seele als dritter, wichtiger Bestandteil des Menschseins miteinbezogen und der Geist als rein logisches „Steuerungszentrum“ betrachtet. Ob mit oder ohne Seele, aus dieser Sicht wird der Körper oft als Gefäß verstanden, als Hülle, die nur dem Zweck dient unser „wahres Ich“ durch die Welt zu tragen. Wir nehmen uns einen großen Bereich an Selbstgestaltungspotential, wenn wir unseren Körper zu einem Hilfsarbeiter machen. Im Gegensatz dazu anzunehmen, dass wir unser Körper sind, eröffnet uns neue Möglichkeiten: Die Fähigkeit auf diverse Problemstellungen, sowohl in körperlicher, als auch in geistiger Hinsicht zuzugehen.

Thomas Csordas, ein US-Amerikanischer Anthropologe plädiert für eine Zusammenziehung der Begriffe. Er bezeichnet den Körper als ultimative Grundlage für jegliche Form von Kultur. „Embodiment as a paradigm or methodological orientation requires that the body be understood as the existential ground of culture – not as an object that is ‚good to think,‘ but as a subject that is ‚necessary to be‘.” (Csordas, 2002, S. 141)

In unserem Körper materialisiert sich ein Teil unserer Emotionen, unseres Wollens, unserer Befindlichkeit. In dem, was wir von einer anderen Ebene betrachtet unseren Körper nennen spiegelt sich der Ausdruck unseres Befindens. Wenn wir uns in Extremsituationen begeben, löst sich die Dualität von Körper und Geist oft automatisch auf.

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Der Adrenalinausstoß als körperliche Reaktion wirkt auch auf unsere Psyche. Und mehr noch: Unser innerer Zustand wird zum Kommunikationsmittel. Wir senden und empfangen über Körpersprache (ständig und meist unbewusst) Informationen. Diese Informationen beeinflussen das Verhalten der Personen die uns umgeben, genauso wie uns selbst. So können gemeinsam reflektierte Erlebnisse zu einem wirkungsvollen Werkzeg für Entwicklung werden.